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Sulamith · 1811-01-01 · 1 Bd. 3 H. (1811) · p. Seite 180

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 3 H. (1811)
Article
Darstellung der Töchterschule des jüdischen Philantropins in Frankfurt am Main
Date
1811-01-01
Page
Seite 180 (sequence 4)
Language
German
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die unangenehme Folge war, wenn sein Geist stark genug ist, sich der wirklichen Lage der Dinge anzupasscn. Wohl ihm, wenn keine von jenen Herz und Eittlichken vcrdcrbenden Schriften seine Neugierde gereizt haben'. Ihre Zer» siörungen sind unvertilgbar. Und wenn nun kalte Vernunft oder Temperament es glücklich durch das Labyrinth geführt haben, was hat es an wahrer Bildung gewonnen? Ist sein Verstand aufgeklärter, seine Urtheilskraft scharfer und richtiger geworden? keineswegs; ja oft laßt sich mit einer solchen Allbclesenen kein vernünftiges Wort sprechen. Einige ׳Alltagsmenschen besser zu unterhalten» Komplimente und schöne Worte feiner zu erwiedern und allenfalls etwas mehr Geläufigkeit im Briefschrciben, sind der ganze Gewinn, der uiit so vieler Gefahr «׳kauft wurde. Was eine wahre und dauerhafte Glückseligkeit begründet, ist ihm eben so fremd als zuvor und sein Inneres hat sich vielleicht weiter von derselben entfernt, indem eS sie mit ei» nein unrichtigen Maaßstabe messen lernte. Doch es würde hier zu weit führen, wenn ich alle die Nachtheile, welche Unwissenheit oder verschrobene Dil» düng des Weibes ihm und der ganzen menschlichen Gesell« schast zuzithc», hier darstellen wollte. Es ist hinlänglich einige Hauptpunkte zu berühren, um die Aufmerksamkeit meiner Glaubensgenossen auf diesen Gegenstand zu lenke». Zur wahren Freude des aufgeklärten Menschenfreundes ge« winnt auch hierin die bessere Meinung immer mehrAnhan« ger und viele jüdische Eltern erkennen die gerechten Ansprüche ihrer Töchter auf freiere Geistesbildung an, und gestatten ihnen gleiche Rechte mit den Söhnen. Um nun

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