Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Der Tod Sauls oder die Hexe zu Endor
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 174 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2304627-2304628-2304630-10858302-2305667--03125-2305983- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Jsruael. Ha, über diese Eroßmutl-! Seinem König, Dem Racher der beleidigten Majestät, Las Leben schenken! Wahrlich, sehr großmüthig! Bald muß man Dürgcrkronen winden für Die frechen Scheitel der Empörer, die Großmüthig, Reich und Krön' und Ccepter nur, Und nicht das Leben ihrer Fürsten heischen. Doch war' es Großmuth auch» sie könnte doch Mein Aug' nicht blenden. Solche Großmuth kenn' ich. Es ist die Großmuth eines Wucherers, Auf schwere Zinsen schlau berechnet. Wie könnt' er sich auch bester in die Gunst Der Priester und des Volks empfehlen, als Durch solcher Großmuth trügerischen Schein, Die ihm die Guten wie die Schlechten wirbt? Hat seine Demuth doch, der Echaaftspelz, Den Weg ihm zu des Prinzen Her; gebahnt, Und seiner Unschuld unverführtcm Sinn Beifall, Vertrauen und Freundschaft abgclockt! Ein Meisterstülkchrn, das man lobe» muß. Mit Fcindcshccr das Vaterland bekämpfen, Und doch darum ein Freund, ein Königssohn, Der, schlagt es fehl, ihn mächtig schützen kann. Saul. Bei Gott! Das soll er nicht. Er und der Bube nicht. Sind sic des Hochverrathes überführt, Dann fallen beide des Gesetzes Opfer; Und von den Vaterhandcn triefen soll DcS mutterschänderischen Sohnes Blut-