Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Der Tod Sauls oder die Hexe zu Endor
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 5)
- Language
- German
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17S Ismael. So weit, mein König, wird es niemals kommen. Der Prin; — darauf verschwöhr ich mich — weiß nicht Von Davids Plan; glaubt wenigstens ihn nicht. Wie könnte auch der Söhne edelster Den edelsten der Väter je verrathen? Doch eben weil er nicht dran glaubt, wird er Durch Unschuld Dir mehr als durch Schuld gefährlich. Ihm wird das Bubenstück nicht eher klar, Dis cs gereift ist, und ihn Ueberraschung Mehr i n den Abgrund als zurücke schreckt. Die Hülle des Vcrräthers ist so fein Gesponnen, daß sie wohl auch minder gute Und mehr erfahrne Herzen täuschen könnte. Feldherr und einmal seines Königs Eidam, Das wirbt ihm mancher Großen Gunst, die höher strebend, Des Zufalls schnelle Losung nur erwarten, Um öffentlich für ihn sich zu erklären. Er spendet Opfer, dichtet heil'ge Lieder, Das muß ihn bei der Priesterzunst erheben» Die stets sich dein Vcrrathe hold bewiesen, War ihrem Wunsch nur der Verräther hold. Die schleichen, eine Eeelcupcst, im Dunkeln, Und raffen mehr als jeder Krieg hinweg. Er nimmt Landstreicher auf, bankrotte Schuldner, Und jeder Klasse niedrigstes Gesindel; Sein Schutz ist Freibrief jeglichem Verbrechen r Das kuppelt ihm der Menge Arni, die in Dem Wahne sich gefallen muß, des Lebens Schmach Im Tod der Ehre zu verherrlichen.