Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Fragmente aus der Einleitung zu einem noch ungedruckten Werke: Früheste Kulturgeschichte des Menschengeschlechts
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 9)
- Language
- German
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160 dieser Namenmenge konnte nicht leicht gehoben Mrden: denn um die Gegenstände und Wesen unter allgemeine und generische Benennungen;u bringen, mußte man das, was jedem eigen ist, und wodurch sie sich unterscheiden, erkenncn; wußte man Betrachtungen und Bcschrc düngen ge« macht haben und das war eine Sache, die weit mehr naturhistorischc, selbst metaphysische Kenntnisse erforderte, als den Mensche» damals eigen seyn konnte. Die allgemeinen Begriffe können überdieß nicht an« ders als durch Worte dem Geist erklärt werden und der Verstand des Menschen vermag sie nicht anders zu fassen als vermittelst ganzer Satze. Dicß mag wohl die Ursache seyn, warum die Thiere nie zu solchen Vorstellungen, noch zu der Perfektibilitat, die davon abhängt, zu gelangen vermögen. Wenn ein Affe, ohns anzustchen, von einer Nuß zur andern lauft, hat er dann wohl einen allgemei« ncn Begriff von dieser Fruchtgattung, und vergleicht er seinen Archetypus mit diesen zwei Individuen? Unstreitig nein; sondern der Anblick der einen Nuß erweckt in ihm die Wiedererinnerung der Sensationen, die er durch die andere erhalten, und seine Augen, auf eine gewisse Weise modifizirt, zeigen seinem Geschmack die Modifikation an, die er durch sie erhalten wird. Jede allgemeine Idee ist rein intellektuell; sobald die Einbildungskraft hinzutritt, wird sie zur besonder». Man versuche nur, sich das Bild eines Baums im Allgemeinen zu denken: nie wird es ei« »ein gelingen. Wir mögen wollen oder nicht: immer wer« den wir uns ihn klein oder groß, belaubt oder unbelaubt, von Hellem oder dunkelm Grün vorstellen; und stünde es