Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Gesammelte Blumen und Früchte zur neuern Sittengeschichte der Israeliten
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 6)
- Language
- German
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150 ״Ich wünsche von Herzen, daß Sie bald befreiet wer« ״den mögen, und verharre mit vieler Theilnehmung an ״Ihren Leiden ״Ihr ״Berlin, den ersten ״ergebenster Diener, Eebat;5;4(d.i. ״Moses Mendelssohn." Zedr.!774). Der Brief kam richtig an, und that seine volle Wir* kung. Er ward von dem Magistrat, wie zu erwarten stand, erbrochen, und bewirkte auf der Stelle die Ent« fesselung des Verhafteten, bald darauf Verhör, und endlich völlige Freilassung. Dieser Brief steht mit hebräischen Lettern gedruckt ln einer kleinen Sammlung, die V — z (ohne Nennung seines Namens) herausgegeben hat, unter dem Titel: ״Briefe von dem berühmten Moses Mendelssohn...;" verlegt bei Anton Schmid, K. K. privilegirtem hebräischen Buchdrucker, Wien, 1794. Die Sammlung ist vermuthlich selbst seinen Israelitischen Mitbrüdern ziemlich unbe« kannt geblieben. Der Herausgeber lebt, wie ich unlängst gehört habe, noch, ist itzt des Lichts der Augen beraubt, und vermuthlich nicht in den besten Umständen. Um so angenehmer wird es dem Leser seyn, der diese Anekdote anziehend findet, die Wirkung des Mcndelssohnischen Brie« fes mit de» Worten des leidenden V — z erzählen zu hö« ren. Ich übersetze diese Stelle getreu: ״Aus der Bcdrängnist rief ich Mendelssohn an, er ״antwortete mir frei und offen vor den Augen der Räche