Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Gesammelte Blumen und Früchte zur neuern Sittengeschichte der Israeliten
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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tibtr Stadt und ihrer Bewohner. Seinem Scharfblick ״entging es nicht, daß diese den Brief eröffnen und lesen ״werden. Dadurch erlangte ich einen großen Werth in ih» ״ren Augen. Wirklich kamen sie auch sogleich, den Brief ״m der Hand, zu mir, um mich zu besuchen und zu tro» ״sten. Sie entschuldigten das Verfahren gegen mich mit ״folgenden Worten: ״״Nicht wir haben Schuld an den ״״Leiden, die du erlitten, sondern dein Ankläger; dem ״״der Verlust seines Geldes so nahe ging. Nachdem ״״aber der hervorragende Mann, nachdem Moses glaubt, ״״du scyst unschuldig, wer darf dich wohl in Verdacht ״״haben? Wenn er dich so erkennt, wer darf dich ver« ״״kennen? Es thnt uns leid, daß Gott dich auf diese ״ ״Weise in unsere Hände geführt hat; aber wir waren ״ ״strafbar, wenn wir dein Schicksal nicht sogleich erleich» ״״tertcn, wenn wir nicht alle Kräfte anstrengten, dich ״״pfeilschnell aus diesem Kerker zu befreien."-'׳ — Und ״in der That, sie ruheten und rasteten nicht, bis sie meine ״Loslassung zu Stande brachten. So erlangte ich die ״Freiheit an dem Vorabende des Passafestcs, zu derEpo. ״che unseres Ausgangs aus Aegypten. Dankbar verkünd' ״ich, o Herr! deine Gnade, die du mir durch den Mann ״erzeigt hast, der itzt in Eden ruht!" Berlin.. David Friedländer.