Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 134 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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»34 und die Wiedcranfltbcnden, gerichtet zu werden, damit man wisse, daß Gott der Allmächtige Schöpfer und Bild« ncr, Unrcrsuchcr, Richter, Zeuge und Ankläger in einer Person sey: Gelobt sey er! vor dem weder Unrecht noch Vergessenheit, weder Ansehn der Person, noch Bestechlichkcit Statt hat, und dem alles gehört. Wisse! daß dort alles genau berechnet wird, traue nicht der Versicherung der Leidenschaft: in der Gruft einen Zufluchtsort zu finden. Ohne deinen Willen bist du gebildet, geboren worden; ohne deinen Willen lebst und stirbst du, und wider deinen Willen bist du bestimmt, vor dem König aller Könige Rechcnschast abzulegen." — Eine passendere, zweckmäßigere Stelle, die den Glauben der jenseitigen Vergeltung bewahrt und auch alle die Einwendungen in sich faßt, die die Stimme der Leidenftl)aft gegen diesen heilsamen Glauden zu machen hat, hätte der Vers, nicht ausheben könuen, so wie sich überhaupt in der jedesmaligen glücklichen Wahl der biblischen und rabbinischen Belege der kundig« und talmudisiische Gelehrte ausspricht. Beim raten Glaubensartikel, beim Glauben an einen Messias hat Rcc. die Meinung des Samuel Jeri chinae (Traktat Sabbath und Berachoth) *), daß nämlich der wahre Begriff eines Messias nichts mehr und nichts weniger sey als die Aussicht auf eine goldene Zeit wo auch die Israeliten gleich andern Nationen die Rechte der Menschheit genießen und von allem politischen Drucke befreiet seyn werden — nicht gern vermißt. Da auch *) S. Eulamich I. Iahrg. 1. Bandes S. 34».