Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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!50 siandeskraften leicht zum Böse« verfährt werden kann, (welches nach des Vers. Auslegung in dem Ausspruche Mosis enthalten seyn soll: Der Trieb des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf)[כי יצר?1בהאדם רע מ: ע ריר] nicht weil sie das Böse liebt, sondern es für ein Gut halt: so ist früher Unterricht und Erziehung unumgänglich nothwendig, und nach Maaßgabe der Voll» kommenbeit, hienieden erlangt, richtet sich auch das jenseitige Wohl eines jeden Menschen ohne Unterschied des Glaubens. ״Durch Belehrung den Geist bilden, im Leben den Vorschriften der Tugend und Weisheit jederzeit treu bleiben, sind die unfehlbaren Mittel sich das Wohlgefallen der Gottheit und der Menschen znzuziehen, und belohnen jeden Menschen mit der unaussprechlichen Wonne beselig» 1er Geister, nach dem Ausspruche unsrer Talmudisten: die Tugendhaften aller Nationen, werden des ewigen Lebens theilhaft: *״•חסידי א״ה יש להם חלק לעולם הס Die Bestimmung des Israeliten (als solcher) wird in« dcß dadurch allein noch nicht erreicht, er hat noch ander» weitige Verpflichtungen in Erfüllung znbringen: die ihn auf Sinai gcoffcnbarte Hora. Da aber die darin enthal» lene Ge - und Verbote nicht jedem faßlich seyn dürften: s» sorgte die Vorsehung für Propheten, die das Volk bekehrten und nach dem Aufhören derselben (mit den Propheten Malachai) für weise Männer, welche die erhaltene Ue» berlieferung, die sich von Moses her schreibt, weiter verbreiteten und die Nation sowohl in den niedergeschriebenen (הורה שנכתב) als auch in den mündlich überlieferten Gese» tzen und Verordnungen (תורה שנעל פה) Unterricht ertheil»