Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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12y schm wärt). Nur über die Bestimmung des Menschen im Allgemeinen, die ein sittliches Gesetz in unsrer Brust unS vorschreibt: Geist und Herz zu veredeln, die höchste Stufe sittlicher Vollendung zu erstreben und eine seiner Tugend gemäße Glückseligkeit zu genießen — ist zu wenig gesagt, und sollte billig, wie auch der kundige Verfasser selbst gefühlt und angedcutet hat (s. Abschn.!4.), dem Religionsunterrichte vorausgeschickt werden, indem der Mensch dem Glaubensgenossen vorangeht. Auch wäre von da zur Lehre der U n st e r b l i ch k e i t der beste Uebergang gewesen (zudem, da über diesen beseligenden Glauben in diesem Buche nicht Belehrung genug vorkommt), weil erst hierdurch die Bestimmung vollendet, die hier be» gönnen wird, und so steht das Hier und Dort in einer unzertrennlichen Verbindung. Dem eigentlichen Werke geht eine Einleitung (מנוא) vor (Abschn. 1 — 14) deren Jnhaltsanzeige wir hier un kur« zen zu erwähnen für nöthig beachten. Ein jeder Mensch (auch jedes andere Geschöpf) fühlt einen unwiderstehlichen Trieb nach Wohlseyn in sich, daher jeder nach den zeitlichen Gütern strebt. Da indeß der Mensch doppelter Natur ist, so kann ihn die S innlichkc it allein nicht befriedigen, er strebt auch nach einem geistigen Wohlbefinden und dieses zwiefache Streben ist mit seiner Natur verbunden. Trotz dieses Strebens aber läßt sich der Ver« blendete oft von Schcingütern verleiten und macht sich elend. Da aber nicht jeder Mensch die Wirkungen und Folgen der Dinge genau zu berechnen weiß, und die J ugend besonders, unbesonnen und unerfahren, schwach an Ver,