Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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124 Was die Form betrifft, so erklärt sich Ree. keines« Weges für die katechctische, weil er bemerkt zu haben glaubt, daß bei dieser Unterrichtsart (oder besser Unter« richts unart) jcmehr der Kopf zunimmt, desto mehr daS Herz verliert und versiegt. Was man in jenem aufbe« wahrt, dient am Ende dazu, daß der Unterrichtete von Religion mit geläufiger Znnge zu schwatzen weiß, aber fc i* nesweges von göttlichem Eifer beseelt, darnach zu handeln versteht. Rec. kennt die Unzulänglichkeit dieser Zragcme« thode und so oft er in Schulen diese Fragekarte vor« nehmen sah, fielen ihm die Worte Ronsseau's ein. ״Wenn ich die verdrießliche Dummheit malen wollte: so würde ich einen Pedanten malen, der Kinder den Katechismus lehrt. Wenn ich ein Kind narrisch machen wollte: so würde ich cs nöthigen, das zu erklären, was es aus seinem Kate« chismus hersagt." Der Vortrag muß qemüthlich fiyn und dasHerz in Anspruch nchinen; die Sprache nicht gesucht, darf auch Nicht in eine Bilde rgallerie auoarten. Um ein Bild gehörig anfznfaffen muß es dem kindlichen Verstände erst zerlegt und in einzelne Theile aufgelöst werden. — Das Kmd müßte also da denken, wo cs eigentlich fühlen sollte. Das Materielle sollte sich nach des Rec. Ansicht auf folgende Hauptpunkte nothwendig erstrecken: A. Soll ein zweckmäßiges Religionsbnch, und zwar in keinem zu ausschweifenden Vortrage, die Fragen lösen: