Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 7)
- Language
- German
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123 duften unsrer Schriftsteller auszusireckcn, die mit unter so Manches zu Markte bringen, das dem Käufer wohl nicht gut behagen dürfte, — jetzt ist es tausendmal mehr nöthig den ganzen Menschen durch alle seine I ngend- Perioden in Anspruch zn nehmen, zuerst auf das Herz und dann auf seinen Kopf zu wirken, damit er den Gott fühle, den er ausfpricht und die Tugend anbett, die er auf den geschwätzigen Lippen tragt. Auch die politische Veränderung in der Lage der Js« racliten erfordert eine wohlthatige Reform in ihrem Reli. gionsunterrichte. Weise und humane Regenten, den Menschen mehr achtend als den Juden und Christen, haben auch sie in die Rechte der Menschheit eingesetzt und sind darauf bedacht das verlorne Paradis ihnen wieder zu verschaffen. Hier muß man nun dem jungen Gärtner zeigen, wie treu und gewissenhaft er den Baum der Golteserkenntniß verpflegen kann, ohne von der Natter böser Vorwürfe verletzt zu werden: als habe man wider die Befehle des Unerschaffenen verstoßen. Ohne Bild: man muß dem Kna« den zeigen, wie genau man die Pflichten des Staates und die Obliegenheiten der Religion zugleich erfüllen kann, und daß man Gott und den König zugleich fürchten und auch lieben kann und soll. Wie aber soll ein solches Religionsbuch abgcfaßt seyn, sowohl in Ansehung der Form als der Materie? Was muß in demselben ausgenommen nnd was aus ihm tveggclassen oder nur als profane Begebenheiten, tteberlieferungrn u. s.w. vorgerragen werden? Ä-