Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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122 nicht mehr genug: ein Blitz — ein Schlag — das Ge« baude stand in vollen Flammen und wurde verwandelt in einen — Schutthaufen. Kam nun ein nach so eben beschriebener Weise unter« richtetet Knabe aus seiner engen Sphäre in die geraum!« gere Welt, wo alles auf ihn hinwirkce und ihn gewaltig zu afficiren suchte, wo er Anderer Reden horte, Anderer Handlungen wahrnahm, und wo auch wie natürlich, <eitt eigenes Wesen eine ganz andere Richtung annahm und in dem Wesen Anderer sich gern spiegelte: so war seine bis« hcrige Religiosität in der größten Gefahr an den Klippen der Verführung und an den Sandbänken d.s Unglaubens und der Freigeisterei Schiffbruch zu leiden, denn die Religion -cs Kindes, dessen Seele niemals zn einer selbststandk« gen Energie erhoben wurde , stutzte sich nur auf eilt me« chanischcs Gut sey n und daher konnte sie den Reizen des Lasters und dcr Sophisterei der Sinnlichkeit— bei der ein Hyppias in die Schule gehenkönnte —nicht widerstehen.-- Entstanden nun selbst zu den damaligen einfachen Zei« ten, wo das ganze häusliche Leben eine wahre göttliche Offenbarung für das kindliche Eemüth war, hie und d« so viele nachtheilige Folgen aus dem Mangel eines zweck« mäßigen, methodischen Religionsunterrichts: wie viel ge« hausier und trauriger müssen sie jetzt in unserer Zeit werden» die zwar erleuchtet, ai^r nicht genug erwärmt ist, wo man sooft Sternschnuppen für die Sterne selbst halt, und wieder umgekehrt erhellende Lichter für Irrlichter ansieht. Jetzt, da cs auch dcr unmündigen Jugend nicht versagt ist die Hand nach den neuesten Pro«