Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 119 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304628-2304630-10858300--03052-2305928- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
119 (m* **)), das that der damalige, nicht altfränkische, sondern altdeutsche oft altpolnische Rabbi ohne die geringste Anleitung zu seinem Fache und ohne einmal ein Jota über sein Erstehungswesen gelesen zu haben. Gott ließ regnen, Gott ließ die Sonne scheinen, Gott ließ das Getreide wachsen, Gott ließ die Baume blühen u. s. w. Auf diese Weise wurde das religiöse Gefühl ange« bauet, gestärkt und belebt, und wo der Knabe und das Mädchen gnrgen und standen, sahen fie sich von Gott und des, sen Engeln umgeben. Der Pentateuch (der dem Kinde noch ehe es darin lesen konnte, als das allerheiligstcBuch galt, das es nicht zur Erde warf, ohne es nachher mit einem Kusse zu versöhnen, und über welchem kein anderes Buch liegen durfte — fromme Einfalt!) wurde zwar unzweckmäßig genug gelehrt; hatte aber doch das Gute beim Kinde bewirkt, daß ihm jedes Wort in demselben ein unmittelbarer Ausspruch Gottes war, dessen unendlieher Geist ihm bei jeder Stelle desselben vorleuchtete und mit Lebendigkeit es ansprach beim bloßen Register der Namen und Geschlechter nicht minder als bei dem heiligsten der Gebote, bas Gott selbst mit seinem Finger aufgezcichnet hat*I. Noch einige Federstriche, um das Gemälde recht treu zu vollenden, ohne ihin iin geringsten zu sch m e ichel«. In dieser Zeit war der Israelit, freilich aus *) NiemeyerS Grundsätze der Erziehung. Th. 1. §.75. die Anmerkung. **) Wer keimt nicht den Talmudischcn Grundsatz in Chiles: כי1 האומר כל הי;ורד. מפי הגבייה חוץ כלפסדק אחד שאמרו מכה מעצמו עדיו נאמר כי וכר ה' נזה ־