Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- Biographie des Herrn Marcus Herz
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 13)
- Language
- German
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89 wendete bas ihm geschenkte Leben ans die sorgfältigste Weise zum Testen der Menschen und der Wissenschaften. Nach einer Gesundheitsreise, die er 1785 »ach Pyrmont unternaln, und wo er aller Orten die ehrenvollste Aufnähme fand (auch der Fürst von Waldeck hatte ihm einen Beweis seiner Achtung gegeben, indem er ihn zum Hofrath und Leibarzt ernannte), setzte er seine Vorlesungen über Experimentalphysik in Berlin mit Eifer fort, und gab trüber (1787) auch ein Compcndium für seine Zu« Hörer heraus. Er wußte durch die Anwendung eines sehr vorzüglichen Apparats und durch seinen schönen und heitern Vortrag diese an sich anziehende Wissenschaft so interessant zu machen, daß der Beifall sich immer mchrt^; deswegen setzte er auch diese Vorlesungen bis wenige Jahre vor seinein Ende fort. Unter diesen täglichen Beschäftigungen als Lehrer und praktischer Arzt fand er doch Zeit, das Hauptbuch, das wir von ihm haben, ausarbeiten zu können, seinen berühmten ״V e r such über den Schwindel (1786)." Diese Abhandlung einer Erscheinung am 00ganischen Körper, die halb geistig halb physisch ist, und ganz eigentlich für einen Mann gehörte, der eben so sehr Philosoph als Arzt war, wurde mit großem Beifalle aufgenommen, und würde allein hinreichcn, seinen Namen zu erbalten. Der erste Thcil derselben entwickelt mit großem Scharfsinn die psychologischen Veränderungen im Menschen, die mit dem Schwindel in Verbindung stehen und ihn begleiten, und die andere Hälfte beschäftigt sich mit den eigentlichen mrdicinischcn Mahrnehmnngen und 1!I. Jahr-. Band. Q>