Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- Biographie des Herrn Marcus Herz
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 8)
- Language
- German
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84 Jahr!782, nicht lange nach -er Verheirathung mit sei. ner höchst liebenswürdigen Gattin, eine hitzige Krankheit zu, die ihn an den Rand des Grabes brachte. Sein Freund, der große Arzt Gelle, behandelte ihn in dieser Krankheit; die Symptomen warm so heftig, daß dieAerzte ihn aufgaben, und daß seine Errettung als ein Wunder angesehen wurde. Er selbst hat uns diese Krankheit, wo« rin er sicbjehn Tage in beständiger Todesgefahr zubrachte, und die auch in psychologischer Hinsicht sehr merkwürdig war, in Moritz Magazin für Erfahrungs - Seelenkunde (B. 1 St. 2) in einem Briefe an «inen seiner Königs« berger Freunde dargelegt, mit jenem belehrendem Scharf» finn, der ihn so eigenthümlich auszeichnet. ״Empfänglichkeit einer so schweren Krankheit, so er» zahlt er, hatte ich schon lange in meinem Körper gehabt. Fast alle Menschen sagten mir lange vorher, ich sähe schlecht und mißfarbig aus, obschon ich selbst, vermuth» lich wegen der übertriebenen Anstrengung meinerSeelenkrafte, nichts widernatürliches im Körper verspürte. Es ist be« kannt, (wiewohl deswegen nicht minder wunderbar) daß «ine lebhaft« Aufmerksamkeit oder eine überspannte Lhä« ligkeit, auf eine kurze Zeit die größte Unordnung im Kör» per oft unfählbar zu machen fähig ist; — man wird da« her auf Reisen, wo abwechselnde mannigfaltige Gegen« stände unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen, nur selten krank, und die schmerzhaftesten Gefühle verschwinden oft plötzlich beim Anblicke eines fürchterlichen, schrecklichen oder sonst auffallenden Gegenstandes. —