Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- Biographie des Herrn Marcus Herz
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 6)
- Language
- German
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?2 fand. Später nahm er nun Lücken in seinem Wissen als Arzt wahr, die ihm sehr unangenehm waren, und die große Anstrengung erforderten, um einigermaßen auögefüllt zu werden. Er nahm!774 zu Halle die Doktorwürde, und kehrte nach Berlin zurück. Hierverheiratheteer sich mitderToch« irr des Arztes am Krankenhause der jüdischen Gemeinde, Benjamin de Lem0s, und ward seinem Schwiegervater von den Vorstehern dieser Anstalt adjungirt. Von nun an theilte er seine Beschäftigungen zwischen seinem Beruf und seinen Lieblingsstudien, der Philosophie und Physik. Sein ״Versuch über die Ursachen der Verschiedenheit des Geschmacks", und seine Briefe an Aerzte, die beide eine zweite Auflage erlebten, machten seinen Namen den Philosophen und Aerzten gleich achtungswerth; aus beiden sprach rin Mann von sehr großem Scharfsinn und der feinsten Be« vbachtungsgabe. Die Lebhaftigkeit und der Schmuck sei« «es Vortrags machte es vielen seiner Bekannten aus allen Standen wünschenswerth, von ihm dir Hauptlehren der Philosophie dargelegt zu sehen, und so unternahm er et« waS, was nicht genug gepriesen werden kann, nämlich in einer großen Stadt, wo noch so manche Freunde derWis« scnschaftcn in den praktischen Ständen sich Weiterfort bil« den wollen, Vorlesungen vor einem gemischten Auditorium zu halten, — eine schöne Sitte, die nachher so oft und so glücklich nachgeahnss worden ist. Die ersten Vorlesungen dieser Art, die er in seinem Hause hielt, waren über Logik oder vielmehr über das