Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- Biographie des Herrn Marcus Herz
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2304627-2304628-2304630-10858300-2305652--03008-2305890- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
den Tänzern mein Bravzu. Das erste Bravo bekomn:en Sie u. s.w." Was er daran tadelte, war der Dialog vnd der Mangel der Individualität in den Unterredendrn. Dieser Tadel schreckte wahrscheinlich den Verfasser ab, diese Gespräche zu überarbeiten — Mendelssohn schätzte von jetzt an und immerfort Herzens Scharfsinn außererdenklich. Zum Beweis kann die Inschrift dienen, die er m das Exemplar seiner Philosophischen Schriften setzte, das er bei einer neuen Auflage an Her; schickte: ״Seinem Freunde Marcus Herz, empfiehlt folgende Auffätze zur fernem Ausführung, deren er selbst wohl auf Erden nicht mehr fähig seyn wird, der Vers." — In ein Exemplar des neuaufgelegten Phädon schrieb er ihm: ״In jenem Leben ein Mehreres. M. Mendelssohn." — Herz hatte sich nun Geld zu feinem weitern akademijchen Aufenthalt erworben, und ging nach Halle, um feine medicinischen Studien fortzusetzen. Er schloß sich hier vorzüglich an Gold Hag e« an, den er als Lehrer und Freund sehr schätzte. Mit sehr ansehnlichen Summen unterstützten ihn hier die Berliner und Königsberger Freunde «nter seinen Glaubensgenossen, besonders auf die edelmü׳ thigste Art der treffliche D a v i d F r i e d l ä n d e r. Herz bedauerte späterhin, während der akademischen Jahre zu sehr vom Studium der Philosophie angezogcn worden zu styn,-deren Spekulationen seinem Geiste zu viel Nahrung gaben und zu viel Reiz für ihn hatten. Die Folge war, daß er für seine Brodwisscnschaft und für alles, was mit derselben zusammenhmg, nicht Zeit genug übrig behielt, »der in den Beschäftigungen dieser Art nicht genug Genuß