Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- Biographie des Herrn Marcus Herz
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 80 (sequence 4)
- Language
- German
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80 muntern und zu pflegen. Eine andere kleine Schrift, die er noch als Königsberger Student abfaßte, ״Freimüthige Kaffeegespräche zweier jüdischen Zuschauerinnen über, den Juden Pinkus (Berlin, 1773.)° würde als eine flüchtige Zeiterfchrinung kaum eine Erwähnung verdienen» wenn sie nicht frühe schon seinen Witz, feine Gabe des Styls und sein Gefühl bei angethanem Unrecht bewährte. Sie ent« stand bei Gelegenheit eines Lustspiels, in welchem seine Glaubensgenossen auf di« bekannte gemeine Weise lacher« lich gemacht wurden. Den jungen Mann, der seinen Werth als Mensch fühlte» empörte die Behandlung, die feine Mitbrüder auf dem Theater der Welt und auf der Schaubühne erlitten; er machte seinem Herze» Lüft. Es geht den Juden, wie gMisstn Ausländern in England; auch diese werden dort unverdient als lächerliche Karrika» turen ausgestellt, und das Lachen der Menge ist de« Echaustieler gewiß; üm st mehr , jemehr er übertreibt. Mik Empfehlungen Kants an Lambert, Men« delssohmund Sulzrr versehen, kehrte er nach Ber« litt zurück, wo er lange verweilte/ nachmals den Gehei« men Rath Esihtaim nach Polen begleitete, um einer Kasse vorzustehen, die man vorzugsweise ihm anvertraute, ein Geschäft , wofür er reichlich bezahlt wurde. Cr hatte da Muße genüg'; um zu studieren, und verfertigte ״Philoso» phische Glsträche," die ungedrackt blieben. Mendelssohn/ der damals von feiner Nervenkrankheit noch nicht herge« stellt war , und de« er sie zugeschlckt hatte, fand sie׳ seines Beifalls wttlhr-Er schrieb ihm : ״Ich bin ein pvdagri» scher Tänzer» da fitze ich in meinem Lehnstuhle, und ruf«