Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- Biographie des Herrn Marcus Herz
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 3)
- Language
- German
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bestimmtere Richtung dabei war kaum eine Sache der Wahl, sondern wurde durch seine Lage entschieden. Der Berus, des Arztes war der einzige unter den gelehrte» Ständen, der, am freiesten von bürgerlichen, seine Glau, bensgenossen dort einengenden Verhältnissen, sich ihm dar« Hot. Aber das war freie Wahl und zeugt von der ur> si-rünglichen Tendenz seines Geistes, daß er diesen Beruf «us dem höchsten Gesichtspunkt faßte, als vielseitige Be« fchaftigung mit der physischen und geistige« Natur des Menschen, und es früh darauf anlegte, sich übcr die Ge« «einheit in diesem Stande zu erheben. Unwiderstehlich zog ihn das Studium der Philosophie an. Er machte in ihr bald so große Fortschritte, daß, als sein großer.Leh« rer Kant die ersten Grundlinien seines philosophischen Systems, in seiner Dissertation fcmundisensibilis fonna ct principiis, auf das Katheder brachte, er von jenem liefen Denker zum Rrsppndente« erpahlt,wurde, י— ein. Zeugniß» das seinen Biographen aller Details über den Werth dieses jungen Forschers der Wahrheit׳ überhebt. Dich veranlaßt« Herzens erst« Schrift :,,,Betrachtungen aus der. spekulativen WeWeisheit", die er zu. Königsberg 1771, also in seinem 24siM Jahre herauHgqb. Schon vorher hatte er unter Kants Autorität an brr Kanierschen Gelehrten. Zeitung iu Königsberg Theil genommen, «nd mehrereRecensionen. hinein geliefert; hie über Eulers Brief« an ein« trutsche.Pyinzesfi»zog vor« züzlich M e n de.ls sohrrs.Aufinerksamkeit. auf.sich, zu dessen Eigenthümlichkeitm es gehörte, jedes aufkeimende Talent unter seinen Glaubensgenossen aufzusuchen, zu er«