Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Einige Gedanken über den Werth und die Bestimmung des Weibes und die Nothwendigkeit, es für solche zu erziehen, zu bilden
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 10)
- Language
- German
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48 zu erkühnen, Euch auf Eure so viel vermögende Ein «und Mitwirkung, auf den so mächtigen als wohlthatigen Ein» stütz, auch auf die Erziehung und Bildung unserer Töchter, zum Wohle des Staates, des Vaterlandes, aufmerksam zu machen; nur bitten darf ich, daß seine Sorge sich auch auf die Erziehung eines Geschlechtes erstrecke, welches auf die Gesinnungen und Handlungen desMannrS so bestimm« ten r so mächtigen Einfluß hat, nur bitten darf ich, die Sorge für Erziehung dem weiblichen Geschlechte in gleichem Maaße, wie sich jetzt die männliche Jugend zu erfreue» hat, zu Theil werden zu lassen. Die innigste Ucberzcugung vom bestimmten Werthe des Weibes, von der Verbindlichkeit eines Jeden, dem Mcnschcnwohl, Menschen - und Familienglück werth, heilig, Gegenstände seines Verstandes und Herzens sind, machten langst in mir den Wunsch rege, mich auch für die Aus» bildung des Mädchens zu bestimmen, wie ich es für die des Knabens zu thun versucht hatte. Mehr bestärkte mich in meinem Vorsatze der glückliche Erfolg meiner Bemühungen für die Bildung des Knaben. Die Verbindung mit meiner Gattin setzt mich in den Stand, mich der Erfüllung meiner Wünsche immcrmehr zu nähern. Meine Töchterschule ist entstanden, und hoffentlich um so mehr gegründet, da sie öffentlich als solche authorisirt ist. Jetzt, da ich bereits einigen erfreulichen Erfolg vor mir sebe, halte ich es für nvthig, dem Publikum, welches Interesse an meiner Anstalt nimmt, oder daran zu nehmen gesonnen ist, die ersten Proben von dem, was von der-