Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Einige Gedanken über den Werth und die Bestimmung des Weibes und die Nothwendigkeit, es für solche zu erziehen, zu bilden
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 8)
- Language
- German
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ler Kenntnisse, und rcgegemachter und zur Anwendung geleiteter Aufmerksamkeit, auf alles das, was eignen Schaden bewirken und abwenden kann. Sittliche und wissenschaftliche Bildung ist daher auch das erste und ein« zige Mittel, die künftige Hausmutter für ihre Bestimmung vorzubereiten, sie derselben vollkommen gerecht, genügend zu machen. Es ist jedoch nicht hinreichend, innerhalb unserer Wohnung, in unfern! Hause zu seyn, was wir seyn sol« len; wir leben mit und unter Menschen, welche in nahen oder entferntem Verhältnissen mit uns stehen. Auch gegen diese haben wir Pflichten, auch gegen diese muß sich das Weib in allen Lagen und Vorfällen so zu nehmen wissen, daß es seine Würde, seine und des Hanfes Ehre tehauptc, auch im Familien -, im freundschaftlichen Kreise, im Umgänge mit d c r W e l t, wie man cs nennt, nicht eitel prunken wollen, sondern sich den Beifall achlungswerther, im wahren Sinne gebildeter Gesellschaften zu erwerben wissen, und so ihre eigne Ehre, der Stolz ihrer Eltern, ihres Gatten, ihrer Freunde seyn. Alles, alles beruht auf der weisen sorgfältigen De- Nutzung der ersten Periode des Lebens des Mädchens, von Seiten der Eltern, oder deren, die in Ermangelung dieser die Stelle derselben vertreten. O wie wichtig ist daher nicht die erste Periode des weiblichen Lebens! Von ibrcr weisen Benutzung hangt das Schicksal des ganzen Lebens des Weibes ab. Väter? die ihr den Wohlstand eures Hauses wün« phek, emsig denselben zu erhalten, zu erheben sucht, nicht