Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Einige Gedanken über den Werth und die Bestimmung des Weibes und die Nothwendigkeit, es für solche zu erziehen, zu bilden
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 7)
- Language
- German
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4S Bei Erörterung vorbenannter beiden Hauptbestimmun« gen des Weibes dürfen wir die wichtige der Hausmut« ter nicht überschn, rin Verhälmiß, in welches das er« wachscne Mädchen durch die eheliche Verbindung m t ei« «em Manne tritt. Die Haushaltung, das Vorstehen der Wirthschaft ist ganz Obliegenheit der Gattin des Mannes, der für den Erwerb zur Unterhaltung der Wirthschaft Sorge tragen muß/ und tragt. Diese Bestimmung als Hausmutter setzt sie in neue Verhältnisse mit untergeord« neten, zu den in der Haushaltung erforderlichen Diensten unentbehrlichen Personen; Verhältnisse, welche mit unzäh« ligen Schwierigkeiten verknüpft sind, und Verstand, Klugheit, Erfahrung, feste Grundsätze und zugleich Humanität voraussetzen. Unzählbar sind die möglichen einer Hausmutter vorkommenden Fälle, wo alle benannten Erfordernisse angewendet werden müssen. Die neue Erfüllung der Pflichten einer Hausmutter, auf welcher ihre eigne Ruhe, Zufriedenheit, der Wohlstand ihres Hauses beruht, gründet sich gleichfalls auf die Erziehung und Bildung in der ersten Jugend. So muß nicht bloß der Grund zu den nothwendigen Tugenden einer Hausmutter, zur ersten Kcnnrniß alles dessen, was zur glücklichen Führung der Wirthschaft erfordert wird, gelegt, sondern beides möglichst vollendet werden, indem der Schritt vom Mäd« chen zum Weibe, zur Gattin, zum Eintreten in das Derhältniß als Hausmutter so kurz, und das Ueberlasscn eigner Erfahrungen zu mißlich ist. Mit Schaden klug zu werden, ist das Schicksal der meisten Menfchcm Kluge werden dieß durch den Schaden Anderer, nicht durch eigenen. Diese Klugheit ist bloß eine Folge erlang