Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Ideen über religiöse Erziehung und Religionsunterricht
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 6)
- Language
- German
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sich. Der Pongo ist starker als der Elephant"), der Canadier schneller als das schnellste Thier, viele Wilden haben einen starker» Geruch als ihre Hunde. — Nun will ich freilich damit nicht sagen, daß man dem Europäer diese Fertigkeiten angewöhnen könne — nur zeigen möchte ich, wie vieler Dinge der menschliche Körper fähig sey. — Die Alten theilten die Erziehung in die Gymnastik oder körperliche, und in die Musik oder geistige ein, beide waren ihnen gleich wichtig: warum nicht auch uns? Die Bibel — m der sich überhaupt ein unerschöpflicher Schatz dcutungsvoller Winke befindet — sagt so schön: Gott vcr« bot dem Adam (in der Kindheit des Menschengeschlechtes) vom Baume der Erkenntniß des Guten und Bösen, und vom Baume des Lebens zu kosten, und — führte ihm al« lcrlei Thiere zu» auf daß er sie benennen möge (Naturgeschichtc). Heilig und hehr ist ferner das erhabene Gebot: Gott wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen vergeblich ausspricht (s. B. M. 20, 7.). Was aber kann eine größere Entheiligung seyn, als das höchste und erhabenste Wesen nicht zum Trost, zur Erhebung des Mannes — sondern zur Krücke, ja zum Popanz deS Kindes zu erniedrigen? — Es ist ja so klar, daß solange noch an keine Rechtlichkeit, an keine Sittlichkeit der Handkungcn zu denken ist, so lange — nach Schillers Ausdruck — der Gedanke noch ein Fremdling im Gehirne ist, daß so lange der Mensch noch gar nicht geeignet ist, *) Man hat hier, aus verschiedenen in Rousseau'S Discours sur l’inegalite de rhonwnc. AnM. io. vorgetragenen Gründen den Pongo als einen Menschen betrachtet.