Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Kassel [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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wie ich hoffe, sondern Achtung und reine Freundschaft Ihre Liebe bestimmt und veredelt." „Die Pflichten, die ich meiner Tochter eingeschärst habe, darf ich mit einigen Abänderungen auch Ihnen empfehlen. Die Natur hat das weibliche Geschlecht zarter und gefühlvoller, als das unsere gebildet. Suchen Sie daher diese Empfindlichkeit bei jeder Gelegenheit zu schonen, und Ihrem Willen nicht den Anstrich von Befehlen, sondern von Wünschen zu geben. Machen Sie meiner Tochter das Band der Ehe nicht zur Fessel, welche die Freiheit eines ohnehin schon gedrückten Geschlechts noch mehr drückt, sondern zu einer Kette, die ich eine Rosenkette nennen möchte, ohne mich in romanhafte Traume zu verlieren, und die sie für ihre Trennung aus dem vaterli« chen Hause reichlich entschädigt. Lassen Sie mich hier mit der freudigen Hoffnung vor Ihnen stehen, Sie künftig als ein neues, ächtes Kind meiner Familie betrachten zu dürfen. Gott wird Sie dann segnen, und ich werde mich freuen, für Kinder gearbeitet zu haben, die es verdienen. Sie kennen meine Thärigkeit und meine Verhältnisse. WaS ich, begünstigt durch die Vorsehung des Allmächtigen, erworben habe, ist durch eignen Fleiß, ohne Bedrückung meiner Nebcnmcnschen erworben; kein Gewissensfluch ruhet darauf. Ich liebe die Erholung, aber nur nach vvllbrach« tcn Geschäfte». Ich sehe gern muntere und frohe Gesellschaften um mich, aber ohne dem Luxus und der Verschwendung zu opfern. Ich erhalte das Meinigr, ohne den Nothleidenden meine Hülfe zu entziehen. Vier und m- 2ahrg. 2. Band- B