Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Kassel [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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zwanzig Jahre bin ich verheirathet, ohne daß mein gegen, wärtigcs Betragen von dem in den ersten Tagen meiner Ehe gegen meine Frau geändert und daß die innigste Liebe von uns gewichen wäre. Ich hege das feste Vertrauen, daß auch Eie einem gleichen Ziele nachstiebcn werden." „Co übergebe ich denn euch, meineKinder, diese meine Ermahnungen mit dem innigen Wunsche, daß sie euch als ewige, theucre Worte der Liebe und väterlichen Sorgfalt für euer ganzes Leben gelten und euch dann noch wichtig scyn werde», wenn ihr mich nicht mehr sehet, wenn die mütterliche Erde schon meinen Körper ausgenommen, und die Verwesung meine Gebeine längst aufgelöst hat. Laßt mich dann wenigstens noch im Geiste mit diesen Wünschen, mit diesen Ermahnungen um euch, um euere Erinnerung schweben; laßt mich noch wirken und Gutes thun für euch, wenn mein Arm nicht mehr sich regt, laßt mich noch er« muntern zum Edeln, wenn meine Lippe auch schweigt und euch für jede gute Thal, für jede Erfüllung meiner Wün. sche meinen Beifall zuwinkcn, wenn meine Asche auch keine Worte und keine Zeichen deS Beifalls mehr zu geben vermag." „Nehmet dann auch meinen besten Cegen, wenn ihr meine Lehren befolgen und meine guten Kinder seyn wollet: Gott segne euch und thue euch überschwenglich wohl; er gebe und erhalte euern Herzen Seelenruhe, Tugend und innern Frieden; enerm Geiste Heiterkeit und Liebe zur