Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Kassel [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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diese Mißlaune zu entfernen bemüht ist. Dieß wird dir nicht allein die Liebe, sondern auch die besondere Achtung deines Mannes zusichern, und jenen unseligen Hang zum Schmollen, zu einer falschen, grollnährenden Delikatesse, welche nicht die erste Hand zur Versöhnung bieten will, nicht einreißen lassen." „Aber mit demselben Eifer suche auch jetzt als Hausfrau deine Pflichten zu erfüllen. Es ist eine Einrichtung, welche den Eigenschaften und der Bestimmung beider Geschlechter durchaus gemäß ist, daß der Mann den Erwerb und die Geschäfte außer dem Hanse, die Frau aber die Anwendung eines großen Thcils dieses Erwerbs im Haufe besorgt. Denn hierauf gründet sich eine der vorzüglichsten Tugenden des weiblichen Geschlechts — Häuslichkeit, Liebe zu den Geschäften des Hauses. Suche daher deine Hauptvergnüguugen nicht außer dem Hause; liebe zwar die Geselligkeit, aber nicht die Gesellschaften. Es ist nicht äußere Auszeichnung und Ehre, nicht ewiger Genuß von festlichen, rauschenden Lustbarkeiten, nicht Theilnahme an allen Erzeugnissen der Mode, sondern es ist vorzüglich Ordnung und Pünktlichkeit in den Geschäften des Hauses, es ist Reinlichkeit und eine zweckmäßige Sparsamkeit, was der Hausfrau die Achtung ihres Gatten und ihrer Nebenmenschcn erwirbt." „Was du endlich, wenn Gott deine Verbindung mit Kindern segnet, als Mutter und als Erzieherin dieser jungen Bürger der Menschheit zu erfüllen hast, kann dir keine Trauungsrede in seinem ganzen Umfange entwickeln.