Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Kassel [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Handel und die Verbindung der Welt fördern. Ohne Bild, meine Tochter: es sind die wichtigen Pflichtender Gattin, der Hausfrau, der Mutter, die du jetzt übernimmst, und wenn, ich dir für alle diese neuen Verhältnisse einige Erinnerungen mitthcile, so folge der treuen Stimme deines Vaters, der dich gewiß herzlich liebt." „Als Gattin wirst du das Wohl und das Glück deines Gatten nur als das deinige ansehen. Eine Trennung beider Wohle ist schon eine Trennung der Gesinnungen , ein Zwiespalt der Herze». Sey daher deine!» Manne ergeben und treu bis in den Tod; laß dich nicht von den Leidenschaften des Tages, von Schmeicheleien, von den Schlingen der Intrigue, von glatten, süßen Worten, zu einer Untreue verführen, welche zwar jetzt sich schon zu einer Mode der großen Welt erhoben hat, aber spät oder früh in einen unabsehbaren Abgrund des Verderbens führt. Der Wille deines Mannes sey auch dann der deinige, wenn er deinen Wünschen arich nicht ensprechen sollte. Der Mann stößt ferner in den mannigfaltigen Verhältnissen seiner Berufsgeschafte auf eine Menge von Unannehmlichkeiten , die ihn verstimmen, auf Arbeiten und Kollisionen , die ihn nußmüthig machen. Kehrt er in einer solchen Stimmung von seinen Geschäften zurück, so laß ihn in deinen Armen Trost, in deinen Gesprächen Heiterkeit» liebreiche Aufmunterung finden. Lanftmuth und freundliches Zuvvrkommcn knüpfen das Band der Freundschaft noch fester. Selbst dann, wenn wider Vermuthen ein Zwist zwischen euch vorfallen, und eine flüchtige Spannung der Herzen sich einschlcichen sollte, sey dn die erste, welche