Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Über Schaatnez (Schaatnes)
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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3 unter Au5>׳v Baumwolle verstanden wissen wollten. H erodet (11• 86.) bedient sich bei der Beschreibung der ägyptischen Priesterkleidung ebenfalls des Ausdrucks A<vc:׳, und dennoch waren diese unstreitig aus Baumwolle. (cf. Torster de Bysso antiquornm p. 85; et Blurnenbaclt observat. 011 some Egyptian inuiuniies p. 12.) In bet Geschichte der beiden Kundschafter, die Josua nach Palastina geschickt hatte, wäre der Fehler freilich zu Handgreistich gewesen, als daß Michaelis den EXX hätte folgen, und mit ihnen פשתי העץ durch An s 1:«A«/ay *) oder Flachsstcngel (Jos. II. 6.) übersetzen sollen. Denn da hier das Wort =פשה ausdrücklich mit עץ in Verbindung ist, so geht wohl deutlich hervor, daß der Text von eincni Baum - oder Staudengewächs spreche, und wenn man dann den Geist der Sprache noch näher zu Rache zieht, findet man die oben angegebene Muthmaßnug volkig bestätigt: daß nämlich פשתס bei den Hebräern, so wie A/vcv bei den Griechen, die Wolle, die Flethe, so« wohl von Baumwolle als von Flachs bezeichnet habe. Bekanntermaßen findet nämlich in den sogenannten semitischen Sprachen ein gerade umgekehrtes Derhaltniß Vom ftomiiialivo Mid Accusativo zuiN Genilivo statt, als in den übrigen Sprachen. Um auozudrücken: das Haus meines Vaters, sagen sie: mein Vater des Hauses. Zugegeben daher, daß Flachs und עץ Stengel bedeuten solle, müßte der Hebräer, um zu sagen: die Stengel des Flachses, notwendig: der Flachs des Stengels עצי הפעשס schreiben. Nun lautet aber der Text: ותטמנם נפעהי העץ, das heißt A 2 ') Ei 1u1 Kalame