Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1810)
- Article
- Über die Erziehung des Menschen zur Religion
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 345 (sequence 12)
- Language
- German
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Uchkert zu schäum. Wir dürfen ihn durchaus nicht im Finstern gehen lassen, wo wir ihm Licht geben können, — und die Lonne des Heils, die göttliche Offenbarung, soll und muß ihm auf dem Wege seines Lebens Leuchten. — Sein Gefühl ist angeregt und veredelt, der Glaube an Gott, Vorsehung und Unsterblichkeit ist in das Innere seines Herzens gelegt, und hier wird der Same des Enten ftgenrcich blühen; .aber die wankende und irrende Vernunft könnte ihn, wenn wir bei der natürlichen Religion sichen Hieben, leicht in die grause Nachte des Zweifels führen und die Ruhe seines Lebens stören. Dieser Souncufinsicruist müssen wir sorgfältig Vorbeugen, -— die Stimme der Gottheit, die aus der Offenbarung zu ihm spricht, wird ihn aufs sicherste belehren, wie er den Himmel erringen kann; sie wird ihn über die Grenzen, feiner irdischen Erkcrmtmst erheben, und ihn d a trösten und beruhigen , wo ihm die Vernunft ihre Hülfe versagt. „— Wenn den Heiligen die Grübelei vermißt/ „so findet ahnend ihn der Glaube, „der die Vernunft der Tugend ist." Man öffne ihm das heilige Archiv der Religion und lasse ihn hier vom Baume des Lebens Früchte geniesten, und' am Quell der Wahrheit sich starken. Faßlich und hcr;- rrhebcud fty der erste Bibelunterricht, und arte nicht iu trockne Lehren und mystische Dogmen aus; doch werde der Zögling anfangs nur mit dem Geschichtlichen der Offenbarung bekannt gemacht, daß er sehe, wie jene Mu» stcr der biblischen Dorwelt lebten und .handelten. Nur von. dieser Seite darf ihm die gcoffenbarte Religion