Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1810)
- Article
- Über die Erziehung des Menschen zur Religion
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 343 (sequence 10)
- Language
- German
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..‘^■“ $45 Dom Gewissen also gehe man ans, ihn mit dem Gotte der ewigen. Gcrechligkcit und Allwissenheit bekannt zu ruschen, der nur das Wahre , nur das Gute will. Gott kennt und liebt dich, sage der Erzieher ftyerlich zu dem Zöglinge, er liebt dich und will nur, daß du nach dem Guten und Edcln aus reiner Absicht streben sollst; er wird dir bcistchen, dich beschützen, so lange du auf dem oft doruichten Wege der Tugend muthig ausharren und mit Liebe und Vertrauen ihm ergeben seyn wirst. Seiner Allwissenheit entgehet keiner deiner Gedanken: er schauet in dein Herz, und kennt auch deine Gesinnungen; er beurtheilet deine Handlungen nach ihren Ursachen und Triebfedern, har aber Nachsicht mit deinen Schwachen, wenn du dich ernstlich der Tugend weihest. Folge ihm, der dich mit väterlicher Liebe leitet und dein Bestes wünscht; folge der Stimme deines Gewissens, in der sich dir Sott offenbart und dich lehrt, was Recht und Unrecht ist. Wenn du unablässig mit allen deinen Kräften nach dem Guten streben wirst: so wird sein Wohlgefallen und ewiges Heil dein schöner, unvergänglicher Lohn seyn; aber fürchterliche Strafe erwartet dich, wenn dn den Lockungen des Lasters Gehör geben, und znm verächtlichen Sklaven derselben dich hcrabwürdigcn wirst. Tief muß eine solche Belehrung in. das unverdorbene Herz des Zöglings Eindringen , wohlrhätig muß ihre Wirkung auf sein Ermäch seyn, — die religiöse Ucbcrzcugtmg - ist in seinem Herzen befestigt, und mit Eewiffenhaftig. keit wird er feine Pflichten zu. erfüllen suchen, und das Böse meiden, weil cs ftnrrm Gotte mißfallt. Gewiß wer»