Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1810)
- Article
- Über die Erziehung des Menschen zur Religion
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 338 (sequence 5)
- Language
- German
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und kaum erwacht sein Dewußtscyn,, ss schließt es sich innig an'chicft Wohkrhatcrin im. 'Noch kannte es nur sie als seine einzige Pflegerin, und seine ganze Welt fand cs in ihr; aber mit der Entwickelung seines Bervußrftyns erblickt es auch seinen Vater und seine Geschwister, die ihm das Leben zu verschönern suchen, erblickt es sein: übrigen Mirgeschrxfc, und sichet sich von einem Meer von Anschauungen umgeben, die seinen: schwachen Ceiste bisher noch unbekannt waren, — und seine noch schlummern» den geistigen Kräfte-streben-jetzt nach Enrwickelung. In diesem Zeitpunkte, wo die schöne Knospe der Ertennrni sich zu entfalten anfängk, übe man seine Sinne, die sich am frühesten äußern, durch klares und bestimmtes Anschauen sinnlicher Gegenstände bis znm möglichsten Grade der Vollkommenheit, und wirke ans das Gemüth und den Wilkcn des Kindes durch sanfte Belehrung und lebendige Beispiele guter Handlungen; — denn auch schon in der Kindcrwclt, in diesem Mikrokosmus der Unschuld, muß die reinste Harmonie zwischen dem inncrn und äußern Wesen des Menschen nnterhaklen werden, wenn d:e ,u o. ralische Freiheit gedeihen soll. — Co schreire man auf dem Wege der Natur siufcnweift in der Ausbiidunz fort; bilde seinen inncrn Sinn, daß cs seiner Ideen und Gefühle sich bewußt scy, wecke seine Verstandeskrastc, daß es seine Wohlthatcr erkenne, und lehre cs Eltern und Geschwister lieben, achten und dankbar vereh«' rcn; trage dann diese Liebe und Ächtung der Eltern und Geschwister auf die ganze M en fchhrit über — befestige aber erst diese herzlichen Befühle, che man sie auf Gott, dm Allvater, anwcndct. Denn wer seinen Bruder nicht QJi