Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1810)
- Article
- Feyerliche Einweihung des Jacobs-Tempels in Seesen
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 311 (sequence 14)
- Language
- German
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jlUMMM,»** cOV,V%/^*ff Hl VVv :mJ zu suchen, und sich hier gemeinsam in den edlen Vorsätzen bekräftigen, die uns schon Micha zürnst: „Er har's dir ja schon kund gelhan, o Mensch! was ihm gefallt und was er von dir verlangt: Gerechtigkeit üben, Liede zur' Tugend und bescheiden vor dem Ewigen wandeln'" —dieser Zweck i|t zu edel, zu rein, als daß ich selbst dem starrsinnigsten Eiferer für seinen Glauben darüber ein bedenkliches oder gar ein liebloses Achselzucken zurrauen sollte. Ich kenne kein höheres Ziel für den Menschen, als eben dieses: Duldung und sanfte Eintracht der Herzen; cs ist die glück- Iid;c Zeit, in welcher ein neues Paradies, die Morgenröche c'nes besseren Eden übereiner edleren Menschheit aufge-- heu wird. Hochbelebt und dankend der Vorsicht für ein Ewiguisi, welches seit Jahrtausenden vielleicht nicht festlicher unfern zerstreuten Genossen erschien, laßt uns an dem heurigen Tage besonders unsere höher gestimmten Herzen diesen schöneren Vorsätzen ergeben. Herne zürn erstcnmale hat uns die Eure des Ewiger: in einen würdigem Tempel zur öffentlichen Andacht berufen; o heure vor allem lagt uns eine Gesinnung erschwingen, welche große Früchte für die ^aebwelt, für die Ewigkeit trage. Mit heiliger, schauerlich-froher Erinnerung laßt uns zurückwandern in die Geschichte der Vorwelt, und, was ch o r t Salomos' Tempel für unsere ganze Völkerschaft war, in einem kleinen, "schwachen Nachbildc hier schalten; aber" nicht schauen allein, sondern mir hohem, ernstem Gefühle lasir uns zugleich dem genönren Weisen nachruftn „Wenn auch ein Fremder, der nicht deines Volkes Israel ist, kommt aus fernem San