Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1810)
- Article
- Feyerliche Einweihung des Jacobs-Tempels in Seesen
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 312 (sequence 15)
- Language
- German
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de, «in dcincsNamcns willen, und kommt, daß er bete vor diesem Hause: so wollest du hören i m H i m m e l, i m S i tz e d: i n c r W e h n u n g, und thun alles» warum der Fremde dich anruft; damit alle Volker auf Erden deinen Namen erkennen, daß auch sie dich fürchten, wie dein Volk Israel; und daß sic inne werden, dieses Haus, das ich gebauet habe, sey nach deinem Namen ge bauet." (i. B. der Äön. 8. 41 — 43). Seht hier! diese Empfiydungen, diese reinen, die ganze Menschheit umfassenden Grundsätze sind nicht unerhört; sind unsrer Religion nicht fremd; sie liegen schon in unser» heiligen Urkunden; und wir, die Genossen eines so aufgeklärten Jahrhunderts, sollten uns beschämen lassen von dem fernen Genossen der grauen, langst verschwundenen -Vorwclt? Nein, meine Brüder, Salomo soll uns auch 'hierin Muster seyn, wie er unser:» ganzen Lebenswandel mit so manchem herrlichen Eittcnspruche vergeht, und seine weisen, königlich großen Lehren sollen wieder mit diesen, Tempel austcben. ^war wohnt Gott nicht in Tempeln, von Menschenhänden gemacht. Sein Thron ist das Weltall, sein -Wohnsitz, die ganze Natur, und jeder Winkel der Ew>, jeder einsame Ort unsers Hauses, selbst jede Tieft des Erdballes ist zur Andacht vor einem Wesen geeignet, das alles dnrchdringt, alles erkennt und durchschauet. Einen reinen Geist können Pcachthauscr weder cinschlicßen noch ehren; erhaben über die Leidenschaften irdischer