Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1810)
- Article
- Über die Nothwendigkeit einer Sammlung von Lebensbeschreibungen gelehrter und sonst rühmlich sich auszeichnender Männer in Israel
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 28)
- Language
- German
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vertraute ihm seine Kinder, vornehmlich feine» ältesten Sohn Joseph, zum Unterrichte und zur Erziehung an, liUd H. genoß durch beinahe 6 Jahre den schützbarcn und lehrreichen Umgang dieses in jedem Betrachte großen Man« ״es, und daher auch eine höhere Bildung. Zu eben dieser Zeit bestieg Joseph der Unvergcßliche Oesterreichs Kaiftrthron, faßte gleich nach Uebrruahme der Regierung den menschenfreundlichen Vorsatz, den moralischcn und politischen Zustand seiner israelitischen Unterthancn zu verbessern, und fing an, diesen edeln Vorsatz durch verschiedene vorbereitende Anstalten zu rcalisircn. Für Mendelssohn, der, wie bekannt, für das -Wohl der Menschheit überhauvt, und daher wie billig auch für jenes seiner Glaubensgenossen glühte, war dieses Ereigniß Herzcnswonne. Da er aber als Ausländer direkte hierauf nicht wirken konnte, und doch so gern wollte, riech er H o m b c r g, dcss׳n Talente ihm bekannt uchren, mit dem Zusatze in sein Vaterland zurückzukchren, daß er bei der humanen Stimmung seines Monarchen unfehlbar viel Gutes würde wirken können. H. befolgte alfo den wohlgemeinten Rath feines großen Lehrers, und dieser gab bei seinem Abschiede ihm seinen Schattenriß, und schrieb in sein Stammbuch folgende, seine edlen Gesinnungen charaklmstrcndcn Worte: ״Mein Freunds mein Sohn, meines Sohnes;weiter . ״Vater; Zeige sich in diesem Scharrcnnsse meine Dank- . ״karkeit,nicht ganz; so klage die Grenzen der Kunst, ־ ,,klage H assr n s *)' Unvermögen an, nur nicht . e Moses Mendels sohy." *) SilhvuetkcurS.