Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1810)
- Article
- Erziehungs- und Schulwesen
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 15)
- Language
- German
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G k scllschaftszi m m e r die Stube der Kinder, bei Lenen die ssogenannce K i n d c r m u h m e, die Stelle als Oberhofmeisterin übernimmt? und wenden sic nicht alles an ihre Lieblinge, nur keine Zeit? Wird nicht schon in den ersten Jahren der Keim zu manchem Schädlichen und Verderblichen in die Kinder gelegt? Kann da etwas Vollkommenes gedeihen, und kann der Schulunterricht den Hausuntereicht wie einen bösen Geist heraus« treiben? Gehören zu dieser Gcisierbannung nicht manchmal mehrere Jahre? und wie viele bleiben nun noch;nm Unterrichte übrig, und besonders in jüdischen Schulen, wo die meisten Kinder schon zum rztcn Jahre allem Schulunterricht eine sehr sanfte gute Nacht wünschen, die Kinder der Armen ihr Brod in sancrm Schweiße suchen, und die der Reichen in das Geschäft ihres Vaters cingcweihct werden müssen? Kann man sich da noch wundern, wenn der Knabe unvollkommen die Schule verläßt? Kann man sich wundern, wenn er nicht in allen Untcrrichtszweigcn gute Fortschritte gemacht, da er immer ängstlich diejenigen Kenntnisse herrechncn hört, die ihm zu seinem Geschäfte from- ■ ran unb vortheilcn, und die etwa in dem Rechnen, einen Kauft annsbrief schreiben, und höchstens in der französischen Sprache bestehn? Kann er zu den andern trotz des Lehrers Eifer Lust und Liebe haben? — Und geht's mit dem, was wir oben Bildung nannten, etwa hie und ta besser? Wie unbeständig und schwankend —um nur eines anzuführen — wird nicht bei der Dcrtheilung der moralischen Lehren verfahren! „Wenn man die heimliche Uneinigkeit B. eines gewöhnlichen Vaters als eine» Etudirxlan und Lckrions - Katalog der sittlichen Ausbildung