Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1810)
- Article
- Erziehungs- und Schulwesen
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 193 (sequence 11)
- Language
- German
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als man denkt, wie ein schleichendes Gift auf das Gernüth des Kindes wirk'/ , welches vielleicht — es gicbt keine geheimere Polizei als Kinder — wahrend es die Hand nach irgend einem Spielzeug aussireckt, sein Ohr nach dieser und jener Unterhaltung lauscht *). Eben so vorsichtig muß man bei der Vertheilung der moralischen Lehren zu Werke gehen. Beständigkeit muß jedes Wort der Eltern charaktcrisiren, und nicht heute sollen sie das (adeln und zur Hölle verdammen, was sie einen Tag vorher bis zum Himmel priesen. Dem Vater und der Mutter muß ihr Wort ein Heiligthum seyn, wenn es ihre Kinder eben so verehren sollen; ihre Handlungen und Werte müssen das Gepräge der Wahrheit an sich tra- <tm, die ewig, wie Gott, keiner Abänderung, und keinem Wechsel unterworfen ist. - - ") Der ehrwürdige Kanzler Niemeyer sagt in seinem vertrefsiichcrr Werre: Grundsätze der Erziehung und des Unterrichts, 2ten Th. S. irr selgenocs Wahre und Bcherzigrmaswerrhe, welches . hier nicht am Unrechten Orte zu si-yn scheint: „Die Eltern, sagt er nämlich, sollten nie aufhören, sich um die Kinder zu belämmern; nie, was sie an ihnen bemerken, ungerügr oder unaufgemuntcre lassen. Sie sagten sich nie cmbilden, daß, was sie durch ihre Nachsicht, Weichlichkeit,. Unvorsichtigkeit im Gespräche in Gegenwarr der Kinder, durch ihr eignes Beispiel.verderben, der Hofmeister wieder gut machen könne. Können sie auch nicht alles verhüten, was auf Kinder'schädlich wirkt, so müßte sich wenigstens ihre fortgesetzte Erziehungssorge darin Zeigen, daß sie ihre Kinder zur rechten Zeit ab so nderten/' Man sehe übrigens dieses Werks i, Theil. ©. 292. Ättmerk.. des Herausgebers. M. Iahrg. r. Band. O