Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1810)
- Article
- Über die Personification in der hebräischen Poesie und das Ceremonialgesetz in der hebräischen Religion
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 20)
- Language
- German
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Es fr!) Kiir.cvlaaW Hier eine kurze Würdigung seiner bcscyi als Ucberficht des Obigen,■ und als Nachtrag zu dein im ersten Lande bereits hierüber Gesagten zu liefern. Die Nauir ist groß l!nd bcdeutensvoll in allen ihren Phänomenen. Doch nur das ungetrübte Auge, doch nur die unverderbten Herzen vermögen es ste zu fühlen in ihrer ganzen Würde, sie zu bewundern in ihrer hohen Einfalt. Wir dem entwichnen Adel der Seele, weicht auch der Sinn für ihre einfachen Schönheiten, entschwinden die Beruh« rungspunkte, welche die Gegenstände im Raume mit dem Unendlichen verbinden. So stand es mit den Israeliten zu Moses Zeiten. Ihre Empfindung war vertrocknet oder mir schmutzigen Bildern angefüllt, ihr Gefühl abgestumpft und fchaal, ihr Geist verbildet und leer. Sie hatten es verlernt den Seist zu empfinden, der auf uns wirkt; Moses ließ sie ihn empfinden wie er i n und durä) uns wirkte, ihn so gar da finden, wo er nur metaphysische Grimdursache ist. Daher suchte er in ihre Handlungen beständig eine Erinnerung an das höchste Wesen zu legen, die Zeiten als Denkmahle seiner Wohlthaten ihm zu weihen, das Privatgnt als des Ewigen Eizenchum, dem Besitzer auf eine kurze Zeir verliehen, zu betrachten. — Verschiedne Dalmndisten suchten nun (wie ich das, in der dem ersten -Bande, vorgehttiben -Abhandlung zu beweist!! versuchte) rieft Gesetze auf der einen Seite mehr dem Zeitgeist« anzn- Pasten, auf der andern aber diese Eercmonial - Gesetze (damit man jene Reformen nich« als Gleichgültigkeit gegen seiner eignen Phantasie unterschieben will: lykurgS ie- 4en und Gesetze dicercn bierzu zum sprechendsten Beweise.