Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1810)
- Article
- Über die Personification in der hebräischen Poesie und das Ceremonialgesetz in der hebräischen Religion
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 19)
- Language
- German
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- Homer 1× ep/1025156
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menschlich betrachtet unb beutthcilt, Mofts—nickt nach bin Begriffen unserer, sondern nach jenen der damaligen Zeit — wie sie in allen 3314:1)011־ der heiligen Schrift, wie sie in Homer und selbst im fparcrn Hcrodor sich äußern, beurtheilen. Der Natur-Sohn kennt keine gohciltcn Gefühle, cr ist, was er ist, von ganzer Seele , gibt sich dem Freunde ganz hin, opfert ihm sein Vermögen, seine Freuden, sein Leben ohne Kanpf. Aber auch sein Haß ist unbcwcgt und fürchterlich , und im wilden Getümmel der Schlacht weicht alle Menschlichkeit von ihm. — Ohne diese Begriffe zu vcrcheidiaen, ohne zu untersuchen, ob Indifferentismus in der Fremtdschast sowohl , als im Hasse jenen Gefühlen vorzuzichen fty, deucht cs mir auf jeden Fall ungerecht, wenn man den unsterblichen Mann über Anordnungen anklagt, welche der Bekenner des geoffcnbatten Glaubens mit einer besondern:Offenbarung, und der Theist mit der Natur der Begriffe jener Zeit entschuldigen sollte*). *} Welch ein großer Charakter - ist nicht z. B. der Ack.'ll des Homer! Welche feste Archarrglrchkeit, welche uno.uS- ,!öschll'cke Liebe zu seinem Freunde spricht ruckt aus desftn Handlungen! Wer sonnte dem Manne, fadig solch' ein Freund zn seyn, Tugend und Edelmut!) abspreckcn? . 2Lber wie schrecklich und granstnd äußert sich tuen: sein ׳ Haß gegen den Hecror und das ganze unglückliche Volk der Troer! Sollte Homer!nerdurch den Ach:!! minder groß geschildert haben, weil er einen wirklichen Mensehen damaliger Zeit und keinen Karl Grand ison :11 feinem Modelle nahm, weil cr nicht an selbsigefermte Bilder modelte, senden; seine Ideale aus der uuofchöpflicken Quelle der Natur sckbvftc! Eben so wenig kann man Moses Handlungen in seiner Zeit und feiner Lage nach neuern Pn'incipierr beurrbeilen, wenn man nicht dem großen Bilde aus der Verwelk ein Zerrbild