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Sulamith · 1810-01-01 · 1 Bd. 3 H. (1810) · p. Seite 169

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Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 3 H. (1810)
Article
Über die Personification in der hebräischen Poesie und das Ceremonialgesetz in der hebräischen Religion
Date
1810-01-01
Page
Seite 169 (sequence 8)
Language
German
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tur wehlthatigm Einfluß zu_gcmeßcn , er mußte sie kennen lernen, um ihre Wirkungen vorher zu berechnen *).־ Aber ״) Diese Hvrotbese scheint mir durch die natürlichen Fort« schritte der Erkcnnrniß in jedem Individuum einen ziemlichcn Grad der Evidenz zu erlangen. Der Säugling berscht nichts als das Stillen der physischen Bedürfnisse. Er kennt weder Langeweile noch Neugier, weder Zerstreuung noch gemischte Gefühle. Eben so das SäuglingSaltcr des menschlichen Geschlechtes, das keinen Gescygkbcr als das Bedürfniß/. kein Vergnügen als die Ruhe kannte. Man nennt diese Periode gewöhnlich die der Sinnlichkeit, bei Staaten (obschon etwas uncigentlich, wie mir därrcbt) Wildheit. Diese Epoche ist das philosophische Zeitalter der Chinesen, das goldne der Griechen, die Regierung des Brama bei den Indiern. Das Leben des Knaben ist schon minder einförrnia. Dieser kennt schon den Trieb zur Neugier, zur Beschäftigung, zur Abwechslung, Erholung, und folglich auch zur Gesellschaft. Hier gesellt sich also dce Empfindung zur Sinnlichkeit. Im Knabenalter des menschlichen Geschlechts sehen wir die Menschen hiev und da in Gesellschaften vereinigt, mit der Jagd beschäfrigt, mit Steinen, Keulen u. s. W. versehen. (Nach Moses' fallen in - dieser Periode auch schon die roden?lnfang-sgrunde der schönen Künste, z. B. der Musik und Dichtkunst). Völker in diesem Zustande nenneu wir B ap b a r en. Im Jünglingsalter gesellt sich der Verstand zur Sinnlichkeit und Empfindung. Wir lernen denken, das Gedachte ordnen, das Geordnete üussuhren, wir lernen Künste und Wissenschaftenwir fangen an uns die Gottheit übersinnlich zu denken, die der Knabe (wenn man ihm diesen Begriff giebt) uolhwendig anthromorphisch sich denkt. Bei Staaten äufiert sich dieser Zeitraum durch die Einführung des 'Ackerdaues, eine festere Regr'erungsform undReligr'en, durch das Entstehen der Künste und Wissenschaften. Durch diese Betrachtungen frappirr nennen unsere Neuern dergleichen Völker werdende, oder (im weitern Sinne ׳ des Worts) gar gesittete Nationen. — Aber die Münze har eine häßliche Kehrseite. Der Jüngling

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