Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1810)
- Article
- Über die Personification in der hebräischen Poesie und das Ceremonialgesetz in der hebräischen Religion
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 7)
- Language
- German
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16־g fcn ward, jene Zeit, da der Mensch noch im Menschen schlummerte» die herrlichen Gaben der Gottheit uncnrwickclr in ihm lagen. Da fühlte er noch nicht in seinem Tusei! die sanften Regungen der Liebe und Freundschaft, ihm war die Natur ein verschlossener Schatz, unfähig in die Tiefen seines Ich's zu sieigcn, war er sich selbst, war alles ihm ein Raihftl*). Doch glücklich in dem Unbewußtseyn seiner Kräfte, glücklich in dem animalischen Genüsse der Natur, stets nur lebend in der Gegenwart, unbelüminert, ja sich unbewußt des künftigen Augenblicks gab es noch kein Gefühl in ihm, das ihn an seine Unvollkommenheit crinnerlc, keinen Gedanken, der ihn der Unwissenheit, keine Empfindung, die ihn der Beschränktheit zechte. Er war vollkoINmcn, denn er war glücklich; beides, weil er nur seiner zu seinem Daftyn bedurfte, weil keine Regung von Innen, kein Sturm von Austen die Ruhe .seiner Seels trüben konnte. — Aber so wollte ihn nicht die ewige Natur. Nicht vermodern sollten in seinem Innern die herrlichen Keime zum Großen und Schonen, nicht ersterben der Tricb zum Guten, Besten und Vollendeten, nicht bic unthätigc Glückseligkeit des Thicres, das rege Giück des Menschen sollte ihm werden, er sollte denken, fühlen, empfinden und genießen. Bei größerer Vermchrimg der Menschen verursachte das Ungenügende dcr.Pstanzennahnmä das Bcdürfniß der Jagd-, welche den gesellschafrlichcn Verein der Menschen nolhwcndig zur Folge habcn mußte. Nun konnte es ihm nicht genügen, der Na- *} Wer sich überzeugen will, wie wenig diese Hnporbese den ersten Kapitel» der Genesis widerspricht, der lese M a i Hl 0 n i 6 e S More Nebueliim.