Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1810)
- Article
- Über die Personification in der hebräischen Poesie und das Ceremonialgesetz in der hebräischen Religion
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 5)
- Language
- German
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!66 aber',so --hatten sie eine Menge von Göttern, doch keinen Gott. Wie konnte ihre Religion den Mensch e» crbrörn, wen» sie selbst den Gott unter die Menschheit erniedrigte? wenn des Lasters Entschuldigung in den Göttern sich fand, wenn der Gute besser war als diese, Phrync der Cythere, und Lncrctia — keiner Göttin glich, Nero seine Nebenbuhler׳ in den Künsten ׳wie Apollo den Marsyas behandelte, keiner ihrer Götter sich mit Titus messen durfte? Konnte dieser Glaube mit Himmelswonne erfüllen, den Sinn stählen Wider das Laster, das Herz entflammen für die Tugend? . Doch denken tvir den Polytheismus uns auch in der möglichst - hohen Vollkommenheit — welche Leere noch immer! Noch immer nicht der erhabne Einklang jedes Thei-?cs mit dem großen All, noch immer herausgerissen die einzelnen Faden aus den so dicht verschlungenen Banden des Universums, immer Theile und kein All, Ideen und kein Gedanke, Skizzen und kein Ganzes, Reiz und keine Schönheit. Verloren ist noch immer das große Eins in den streitenden Kräften, und wenn uns selbst das Ucbcl nur desto größer und wahrer den Gang der Natur und die Güte des Schöpfers enthüllt, so ringt da die Natur den gigantischsten Kampf mit sich selbst, und erliegt unter ihrer eigenen Bürde *).'— . wird, wider feie erhabene Religion des Sokrates, Zeno und Epiktct Emwürfc zu machen. **) In der Thar muß man. beinahe glauben, daß, wenn die Priester heidnischer Religion den Oromasdes und Typten, und die Manichäer das böse Princip für ohnmächtiger als das gute erklärten, sie nur für vie Kon-