Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1810)
- Article
- [Rezension] / -f.
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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12J Methode, trenn sic anders so gcnennr zu werden verdient, nicht ei»? Kindern ans der Mitte eines Buches ein abgerisscnrs Stück, das mit dem vorhergehenden in absoluter Verbindung stehet, lesen zu lassen, ist wohl der größte Fehler, der beim Unterrichte begangen werden kann. Was konnten die Kinder davon verstehen , wenn sie z. De lasen: D c r E w i g c rief dem Moses und redete mit ihm ans der Stiftshütte, wie folgt: sage den Kindern Israel u. s. w. da sie weder vom. Ewigen, noch von Moses und den Israeliten, noch von der Cristshütte im mindestcn etwas gehört hatten. — Noch zweckloser, unsinniger und zcittödtcuder war das Versahren anderer Lehrer, welche, um ebenfalls ein allmahliges Fortschrcitcn vom Leichtern zum Schwereren zu bewirken, mit den Anfängern jede Woche cm oder einige Kapitel ei-- ncr jeden sogenannten Parasche oder Scdra, welche gerade den daraus folgenden Sabbath in der Synagoge vorgelcscn wird, zu lehren, und auf diesc Wcise ein ganzes Jahr oder wohl auch mehrere Jahre hindurch ssrtznfahren, so daß das Kind nach Verkauf dieser Zeit weder den Zusaimncnhang der Geschichte, noch sonst etwas vomWestntlichcn der Religion wußte, sondern höchstens bloß einigc Driichsincke hcrsagen konnte, deren mannichsaltiger Inhalt, wie ein Chaos, ohne Ordnung, ohne Pracision, ohne Deutlichkeit in der Secle des Kindes untereinander gemischt lag. — ״ .״ Jndcß die Zeiten sind vorüber, ׳ da ein so verkehrtes Beginnen die herrschende Idee bei Ellern und Lehrern war. Seitdem der unsterbliche Mendelssohn mitfei׳־■