Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1810)
- Article
- Tugend-Größe
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 4)
- Language
- German
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Sir grenzen dahin. Zu einem Knaben, der ihm zu.: nächst saß, sagte Elisa: Deinen Spruch'), Kleiner! und der Knabe — so sonderbar spielt der Zufall! — sagt ihm einen Derdammungsspruch über den Gottlosen Eben dieses war der Fall bei einem zweiten und dritten. — Trauriger als er hinein getreten war, verließ Elisa die Schule; und R. Meir bereuet' es sehr, ihn dahin ge» führt zu haben. Nicht lange nachher wurde Elisa gefährlich krank. R. Meir — unbekümmert was man darüber sagen moch« 1e — besucht' ihn oft, sprach Trost ihm zu, und suchte ihn mit dem Himmel auszusöhnen. Aber verzweifelter als je, wies der Kranke jeden Hoffnungsstrahl zurück. Es ist zu spat! zu spat! war der ewige Einwurf, womit er jeden Lrostesgrund ablehntk. ״Nicht doch, nicht doch, sprach dann R. Meir gerührt. Die Buße kommt nie zu spat. Sott verlangt keine glanzende Genugthuung; nur ein zer» knirschtes, reueerfülltes Herz; eine demüthige Anerkennung seiner Grüße. O bet' ihn an, Elisa, im Sterben, und cr wird dich aufnehmen in ein ewiges Leben"! Da weinte Elisa heftig; verlor?aber zugleich die Sprache. Wer» rtcnd wurd° er immer schwacher, und weinend verschied er. -ל- Tief rr5futtert stand R. Meir bei der geliebten Leiche/ und sagte endlich mit Wchmuth: Gewiß, er ist ruhig' gestorben! Man brachte Elisa zu Grabe, und der RaLbk regle.er!' ihn auf seinem letzten Wege. Kaum aber war »)Ein BibelverS, deren die Kinder z» Mer Zeit auswendig lernen mußten.