Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1810)
- Article
- Tugend-Größe
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 3)
- Language
- German
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E1' j sa (äußert bewegt) Zu spat, mein thttlttr Mir, ju spat. Ich bin und bleibe verworfen. Me.i r. Welche Einbildung! Wie oft Hab' ich dir ׳.licht, selbst durch Stellen aus der heiligen Schrift bewic. sm, daß cs keinen ewig Verworfenen gebe; daß <50t* t,s unendliche Gnade jeden Sünder aufnchme, des reuig ihr naht! Elisa. Du irrst, mein Sohn. Mine Erfahrung wird dich überzeugen, daß du irrest. ׳ Mcir. Deine Erfahrung? — Elisa. Höre, was mir so eben begegnet' und be« weine deinen unglücklichen Lehrer. (Nach einer Pause, in welcher er rief -usseunet) In Gedanken an meine verlorne Seligkeit vertieft, ritt ich an einer alten ehrwürdigen Tempelmaucr vorüber, da drangen aus der Mauer die dumpfen Cchrcckenswortt: ,.-Kehret zurück, o ihr reuigen Sünder alle! Du allein, Elifa, bleibe ewig ,ausgestoßen aus der Reihe der Begnadigten. Du kanntest mich, und ließest muthwillig von mir ab". — Kennst du diese Srim» me, Meir? Glaubst du es nun, daß ich rettungslos verloren scy? — Mcir. Ja , Unglückseliger, 'du bist's, wenn du dich langer von deiner Phantasie meistern lassest. Keine andere, du selbst bist deine Derdammniß. — Komm' und laß' uns ׳ dort die benachbarte Schule besuchen. Der Anblick der Kinder und ihrer Beschäftigungen wird dich zerstreuen.