Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1810)
- Article
- Tugend-Größe
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 2)
- Language
- German
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44 standen l'en ihm ablassen. Mik der Natur menschlicher Irrthümcr und Schwachen vertraut, war er nachsichtig bei diesen und voll Hoffnung bei jenen. Er setzte seine Studien unter dessen Leitung fort, und jagte, so oft man ihm Bedenken darüber zeigte: Ich genieße den Kern, und verwerfe die Schaalc! — Dabei unterließ er nie, seinen lyeurcn Verirrten, bald auf dem Wege der Spckulation, bald ans dem sanftern Pfade der Empfindung» in die selige Heimath des väterlichen Glaubens zurückzu« führen. Mächtig auch erschütterten des Schülers Worte das Herz des Lehrers; allein schon zu weit entfernt, gab dieser jede Hoffnung zur Rückkehr auf, und'wurde aus einem verirrten Denker ein verzweifelnder Schwärmer. — Eine Scene zum Beispiel: (Ts ist Sabbath*) Elisa zu Pferd, Rabbi Meir, hinter ihm, r« Fuß) Elisa (dreht sich um) Meir, mein Sohn! Bis hier« her; nicht weiter. Meir. Warum mein Lehrer? Elisa. Weil hier der Dann endigt") Dies;eigen mir die Hufen meines Pferdes. Hier mußt du umkchren. Meir. (mit Bedeutung) O kehr' auch du um! — ') Den Israeliten ist, nach einer talmudischcn Tradition, bas Reiten am Sabbach untersagt. **) Eine Strecke von ungefebr 2000 Ellen, welche — von seinem Aufenkhaksort an gerechnet — fein Israelit am Sadbarh überschreiten darf.