Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1810)
- Article
- An Servatius
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 4)
- Language
- German
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Den Leches!eifern Wcllenfpicl umgeben, Wirst du, ein Schatten, leicht Hinüberschweben; Und was du hier gesa't mit Thräncnbiickcn, Dort geht cs auf in strahlendem Entzücken.׳ Kein Senscnhicb wird je die Halme beugen, Die lieblich duftend zu dem Archer steigen. Ein ew'ges Gut ist, was du einst besessen; Und uur Vergessenheit wird dort vergessen.־־־ ״Und doch — soll unser Thun hier ganz verschwinden Ist alles nichts, was wir uns hier erstrebt? Soll diese Zeit der Zukunft nie verkünden: Hier hat ein Mann, hier hat ein Freund gelebt! Und jede zarte Saite unsres Lebens, . Erklang sic spurlos, hallte sie vergebens?" ׳ So fragt sich dein Verstand, und dem Gefühl — Empört sich diesem schrecklichen Gedanken. Doch nein! Noch lebet eine Retterin . ' : Dem Trefflichen, der ihres Schutzes Werth Empfinden, .kühn ihn zu erringen strebt. In den Verwesungen wohnt sie lebendig. Und ragt, unsterblich, über Zeit und Grab. Es ist die Kunst, die goltgcbohrene — Sie schwebt mit leuchtendem Gefieder über Dem dunklen Meere der Vergessenheit Und hellt mit ihres Zittigs Glanz und Pracht Der fchwerbewegtcn Wogen schwarzen Graus. ׳ Ein Echntzgeist, schwebt sie hier und rettet, todt,י Was willig ihr sich in dem Leben gab. Mit Lorbccrkronen der.Unsterblichkeit Krönt sie des hochbeglückten Lieblings Stirn,