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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 3 · p. Seite 238

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 3
Date
1845-01-01
Page
Seite 238 (sequence 38)
Language
German
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238 die jene vermeintliche Sage zur Thatsache stempelt. Man erbaute damals den Marstall in Hannover. Raphael Levy (damals noch kaum ein Jüngling) sah den Arbeitern zu und bemerkte, daß sie eben in Gefahr standen , bei der Grundlegung einen großen Fehler zu begehen. Er trat hinzu und zeigte, wo sie leichter ihren Zweck erreichen könnten. Seine Unterredung hörte der Zngenieurmajor Wölling und fand die Bemerkung des Juden gegründet. Bei dem-Gespräch, in welches sich der Major mit Raphael einließ, fand er so viele Kenntnisse bei ihm, daß er ihn voll Verwunderung fragte, wo er alles dieses her habe.^—„Fch gebe mir Mühe, etwas zu lernen, wo ich Gelegenheit sehe," versetzte Raphael/ — „Hat Er denn wohl Lust, es recht weit zu bringen?" —- „Mit Freuden , allein das kostet zu meli" Dir Major gab' ihm ein Billct an Leibniz. Es war ein Vergnügen zu: hören, wie der achtzigjährige Greis die Empfindungen beschrieb, mit welche» er damals in däS Leibnizische Haus und in das Zimmer trat, worin er gewürdigt werden sollte, mit einem Manne zu sprechen, den jeder andere Jude damals mit dem geringe» und vornehmen christlichen Pöbel für einen Zauberer hielt, dessen Geistes-, größe aber Raphael längUmit Ehrfurcht empfunden hatte. —• Bald ging Raphael,^dessen Unterrichtshonorar bei Leibniz ein reicher Glaubensqenosse übernahm. täqlich zu Leibniz, zog später in sein Haps und wohnte sechs Jahre ganz bei ihm. Später nahm sich die" Regierung seiner an, ließ ihn reisen und studiren. Aus seinem Nachlaß stammt, wie gesagt , das Bildniß Leibnizens, dem alle > Büsten, Zeichnungen re. nachgebildet sind, und das Raphael selbst für sprechend ähnlich erklärt hat. Der Fürst von Waldeck bot ihm einst vergebens den nach damaligen Der» . hältnissen nicht geringen Preis von 100 Lhalern dafür. Don Raphael selbst wird ein Bildniß im Leibnizhause aufbewahrt."— ' " Rach Verlauf einiger Fahre folgte erst kürzlich eine Brurtheilung der „Sammlung kleiner Schriften staatswissenschaftlichen Inhalts" vo« J. C. H o ffm ann (Berlin 1643, bei Nicolai) in den „Blättern für literarische Unterhaltung," in welcher die im Fache der staatswiffeuschäftkichrn allgemein anerkannten Leistungen des Verfassers neuerdings mit * '

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