Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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sm auS mündlichen Ueberlieftrungenberichtet, wie man endlich wieder den Stern anffand - i unter demudte Asche des großen Welsen ruht^ Gegen Ende Des varigeu Jahrhunderts faßten nämlich WeiMannersm Hannover Den patriotischen Entschluß, . Alles aufzubieten, was zur Entdeckung der Gmüstätte führen könne. Alle Bemühungm deshalb waren aber vergebens, es fand sich: feilte Spur. . Aber in Hannover lebte ein fast neunzigjähriger Greis, Leibnizens berühmter Schüler Raphael 2evH. Bei Diesem fragte man :qn, und der, alte, ehrwürdige Herr geleitete die Forschenden sofort in tzie Bknstädter Kirche und zeigte ihnen die Stelle,: wo sein;großer Meister begraben sei. Er: selbst war. bei dessen Kode ein Dreißiger gewesen. „Hier/ sagte er, nstand ich, dvrtEMrd^ hier würde der Sarg eingesenkt." Seitdem bezeichnet Die einfache Inschrift-: OssaLeibnizii, den Grabstein in Der Kirche. Am i. Juli 1846, dem Lage der zweiten Säkularfeier' in Hannover, umkränzte ste ein Lorbeer, Kandelaber mit Cypressengewinden und Lilieitkronen waren rings um die Steinplatte aufgestellt. Die Büste in der Rotunde des Tempels ist nach Dem Gemälde aus Raphaels Nachlasse. „Ich habe eben eines Schülers von LeibnizgedachL, Raphael Levy's," heißt es weiter in einem Aufsätze iw. Morgenblatte, „und man kann nicht von Leibnizens Wirksamkeit irr Hannover reden , ohne diesewürdigen und gelehrten Schülers zu gedenken, Durch den des Meisters Angedenken noch bis auf diese Stunde wenigstens insoweit lebendig fortgetragen wird, als noch alte Männer in Hannover leben , die Raphael gekannt haben, und nicht wenige, die sich seiner ehrwürdigen Erscheinung von ihrer ersten Kindheit her erinnern. Raphael kam selber zu hohen Jahren: Dreißig bei Leibnizens Tode, überlebte er dön Herrn und Meister um 63 Jahre und starb, ein 94jährigev Greis, im Jahre 1779 in Hannover, der Stolz seiner jüdischen Glaubensgenossen, verehrt von Allen, und als Philosoph und Mathematiker weithin gekannt und gerühmt. Nicht uninteressant ist die Art und Weise, wie die Bekanntschaft zwischen ihm und Leibm'z zu Stande kam. Bisher hielt man den Bericht davon, hen die Juden einander erzählen, für eine Sage. Boi Gelegenheit des Festes hat aber die „Hannoversche Morgenzeitung" eine Biographie Raphaels, von emem Zeitgenossen in einer kurz nach seinem l Tode erschienenen Leitschrift veröffentlicht, wiedergegeben^ #