Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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233 der Mühe nicht werth hielten, länger zu weilen, und daß der Rabbi also dies als ein jedenfalls von Gotd geschehenes W under betrachtete?) Der Rabbi fand es je^ch rarhsam, die Sache als ein gewisses Wunder herzustellen und über die natürliche Erklärung desselben mit Stillschweigen hinwegzugehen. Die Mahomedaner Mächen auch Ansprüche an das Grab, auch ist das reich verzierte Minaret, ryetcheS von der frühern Moschee allein noch da ist/ ein Beweis der - Berehrnn.^ welche M Moslenstm für Viesen Ort gehegt haben. Aber die treue Anhänglichkeit, womit die Juden cm dem Platze haften, zusammen mit der Verachtung der Mahomedaner gegen dieses unterdrückte Volk, endlich der Gewinn, den die türkische Regierung wahrscheinlich aus ihrer Duldung zieht, haben dazu beigetragen, dass die Moschee den Juden zur alleinigen Verfügung geblieben ist; auch ha- ' ben sie dieselbe zu einer Synagoge eingerichtet, während sie alle äußern Kennzeichen eines türkischen Gotteshauses behalten hat. Es findet sich über dem Lhore der Moschee eine hebräische Zuschrift und eine andere mit goldenen Buchstaben über dem Eingang der Kapelle, die das Grab enthält Dies Denkmal ist ein einfacher viereckiger Sockel, 8 bis 9 Fuß hoch, ebenso breit und zweimal so lang. Als der Reifende ihn sah,,war er mit Luch sauber beltzgt, und auf feinet Spitze waren rundherum an kürzen Stäben Fähnchen, mit verschiedenen Sprüchen versehen, aufgesteckt. Die Kapelle war in der Mitte gewölbt nnd die Kuppel mit Arabeskenmalerei verziert. Der Baustyl war sarazenisch. Die Gemächer des Dorhofs der Moschee, die sogenannte Medresseh, werden von den ärmern Zudenfamilien zu Wohnungen benutzt. Thüren von der darüber sich erhebenden Lerasse führen zu den zierlichen Wohnungen der Reichern. Das Plaudern und Lachen , daß der Berichterstatter jeden Abend hörte, schien ihm ein Beweis, daß die kleine Gemeinde ein verhältnißmäßig glückliches und sorgenloses Leben führt. Die Weiber tragen das blaue Hemde und den Mantel der arabischen Frauen; auch verhüllten sie sich das Gesicht (?) auf gleiche Weise, aber nicht vollkommen genug, daß man nicht den mit Edelgestein verzierten Ring hätte bemerken können, den sie nach üblichem Brauch des Landein der Rase tragen. Zn einem der Gemächer las der ehrwürdige Rabbi vor einer vermischten Zuhörerschaft aus einem Buche , welches der Reisende anfänglich für die-Weis-