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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 3 · p. Seite 232

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 3
Date
1845-01-01
Page
Seite 232 (sequence 32)
Language
German
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232 und daß, als Cyrus ihre Nation aus der Babylonischen Gefangenschaft, befreite und sie ihrem Vaterlande wieder schenkte , ein Theil aus freier Wahl zurückgebliebcn, um das heilige Grab in Obhut zu nehmen, welches von da an itnmer ein jährlicher Wallfahrtsort fax jüdische Pilgrime ans allen Gegenden geblieben ist. Das Jähresfest des Propheten fallt nahe an. die jüdischen Ostern und viele Tausenhe Israeliten sammeln sich zu dieser Zeit an dem geweihten Orte. — Wenn man kaum annehmen kann, daß es während der Herrschaft und der der Nachfolger Mohamed's besonders zur Zeit des Kalifen Omar, welcher bei Verbannung der Juden von Schaibar auf sechs Tagereisen nordöstlich von Medina nach Syrien die Worte aussprach: „damit man fortan nur die wahre Religion Mohamed's in den Gränzen Arabiens kennen solle," die Juden zu Kefil allein unbelästigt geblieben sind, so versichern sie dort jetzt, daß es. der Fall doch war und daß ihre Vorfahren einst einer Ueberlieferung zufolge, durch ein Wunder von der Gefahr, die ihnen durch Ali gedroht, befreiet worden seien. Im Anfang des jetzigen Jahrhunderts erschien ein fast gleich furchtbarer Feind in der Person der Wechabiten vor ihreri Mauern. Der Rabbi/ her diesen Mden Gästen Rede und Antwort stehen sollte, und der nach seiner Behauptung derselbe war, welcher dem englischen Reisenden als Cicerone diente, erschien mit seinem Gefolge über dem Thore der Stadt, und fragte den Anführer, was er wolle. „Den rei* chen Schmuck des Grabes des Propheten, das Silber, das Gold und das Edelgestein!" war die Antwort. Darauf entgegnfte der Rabbi: „Ich schwöre es euch zu, daß das Grab ein bloßer Stein mit bloßem Holz bedeckt ist, und möge mich Gott in Holz und Stein verwandeln, wenn ich lüge f worauf sich der.Anführer gegen seine Leute wandte, die plötzlich regungslos wie Holz und Stein dastanden. Als sie wieder zu sich kamen und—den Gebrauch ihrer Glieder wieder gewannen, machten sie sich auf und davon. Der Reisende findet es jedoch höchst wahrscheinlich, daß von dieser Erzählung nur so viel wahr ist, daß die Juden zu Kefil der Gefahr entgingen, indem sie!durch ein beträchtliches Geschenk ihren lästigen Besuch zufrieden stellten. sDiese meist armen Leute? Vielleicht glaubten die Wechabiten den Worten des Rabbi, daß das Grab nur Stein und Holz enthalte und zogen ruhig ab, weil sie es

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